Liebe Interessentinnen, liebe Interessenten,

Wenn Sie vom Borderline-Syndrom und/oder Selbstverletzung betroffene sind wissen Sie, wie schwer es auch bei großer persönlicher Motivation sein kann, therapeutische Unterstützung zu finden. Viele Patienten telefonieren seitenlange Listen von Therapeuten durch, und werden immer wieder, zum Teil sehr unfreundlich, abgewiesen.

In den meisten Fällen braucht zusätzlich zu den direkt Betroffenen auch noch das Umfeld konkrete Unterstützung. Gerade bei so schwerwiegenden Krankheitsbildern ist es wichtig, als Angehöriger seelisch stabil zu bleiben, um für die Betroffenen dauerhaft eine Hilfe sein zu können.Auch diese Hilfe ist meist schwer zu finden.

Bei tabus gibt es verschiedene Beratungsangebote sowohl für Betroffene als auch für ihre Angehörigen. Neben der Möglichkeit, eine Einzelberatung in Anspruch zu nehmen, werden auch regelmäßige Gruppenseminare zu interessanten Themen aus dem Bereich Borderline/Selbstverletzung angeboten.

Da vor allem die Gruppenangebote nur stattfinden können, wenn sich genügend Teilnehmer finden, ist Ihre Rückmeldung für uns ganz wichtig. Wenn Sie an einem bestimmten Seminar interessiert sind oder ein Beratungsangebot bei uns vermissen, setzen Sie sich doch bitte über das Kontaktformular, per E-Mail oder telefonisch mit uns in Verbindung. Wir werden dann versuchen, eine solche Veranstaltung anzubieten. In jedem Fall freuen wir uns auf den persönlichen Kontakt mit Ihnen.

Ihre Tanja Schnura und Karen Löther


Aktuelles

Neue Studie: Onlineberatung so effektiv wie normale Therapie

Patienten mit psychischen Verstimmungen lassen sich online offenbar ebenso gut behandeln wie durch einen persönlichen Besuch beim Seelendoktor. Zu diesem Ergebnis kommen australische Experten, die Probanden mit leichten bis mittelschweren Depressionen via Internet therapiert haben. Diese bekamen ähnlichen Beistand wie bei herkömmlichen Sitzungen. Sie wurden genau über ihr Krankheitsbild informiert, hatten regelmäßigen E-Mail-Austausch mit geschulten Helfern und nahmen an Foren teil, die von Fachleuten moderiert wurden. Mehr als ein Drittel der so Betreuten konnte am Ende als geheilt gelten - eine Erfolgsquote, die nicht schlechter ist als bei Patienten, die ihren Psychodoktor persönlich aufsuchen. Vermutlich hat die Behandlung die Kranken gezwungen, ihre eigenen Kräfte und ihr eigenes Denken zu mobilisieren.

Quelle: Spiegel, 24/2009


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